Der ideale Reitbegleithund ist von mittlerer Größe, wie etwa der Deutsche Schäferhund. Sehr kleine Rassen sind oft nicht in der Lage, längere Strecken am Pferd zurückzulegen. Auch technische Einzelheiten, wie An- und Ableinen aus dem Sattel sind schwierig. Sehr große Rassen - wie auch besonders schwere Hunde- haben in der Regel ebenfalls Probleme, längerer Ausritte  im Trab und Galopp zurückzulegen und dabei über viele Jahre gesund zu bleiben. Auch ist ein funktionales Fell mit ausgeprägtem Unterhautfettgewebe als Wärmeschutz wichtig. Umgekehrt ist ein extrem dickes Fell nicht wünschenswert, da der Hund stark unter der Wärme beim Ausritt im Sommer leidet.

Das Zusammensein soll allen drei Lebewesen -Mensch, Hund und Pferd- gleichermaßen Freude bereiten.

Doch bevor es losgeht, gilt es einige Fakten zu bedenken:
Sind Pferd und Hund miteinander vertraut?
Das Pferd hat keine Angst vor dem Hund und umgekehrt?
Der Hund ist schon bei Spaziergängen mit dem Pferd mitgenommen worden?
Der Hund hat keine Ambitionen, dass Pferd zu jagen?
Ihr Hund hört, kennt die Hörzeichen “Am Pferd”, “Hier”, “Sitz”, “Platz” und “Komm”?
Er lässt sich vom Sattel aus An- und Ableinen?
Er ist kein Raufer: Wenn er beím Ausritt einen anderen Hunde sieht lässt ihn das “Kalt”.

Die Gewöhnung
Vor dem ersten gemeinsamen Ausritt steht viel Arbeit. Hund und Pferd müssen genügend Zeit erhalten, sich aneinander zu gewöhnen. In der Regel geht das am besten bei der täglichen Stallarbeit: Wenn das Pferd gefüttert wird, ist der Hund stets dabei. Beim Striegeln, beim Ausmisten der Box, immer mit Hund. Der natürlich auf das kleinste Hörzeichen hören und das Pferd nicht als Beute ansehen, welches es zu jagen gilt.

Der nächste Schritte: Die Arbeit an der Hand. Das Pferd am Halfter, den Hund an der Leine, wird am Stall vom Boden aus das Schritt gehen trainiert. Hierbei soll sich weder das Pferd noch der Hund aufregen oder ängstlich sein. Diese Übung wird einige Male wiederholt. Wenn alles klappt, geht es ins Gelände - zum Spazieren gehen-. Die Spaziergänge werden ausgedehnt, sobald alles glatt läuft. 
 

Für den ersten Ausritt im Schritt: Hierfür sollte man sich Zeit und Ruhe nehmen und nicht hektisch vom Büro aus in den Sattel steigen. Die Route bitte planen und einer weiteren Person mitteilen, auch die Uhrzeit, wann man wieder im Stall sein möchte. -Nur für den Notfall- Dann kann es losgehen. Zusammen mit Hund und Pferd und vielleicht einem älteren, erfahrenen Reitbegleithund steht der ersten halben Stunde Schritt im Gelände nichts mehr im Weg.

Bei den nächsten Ausritten wird die Zeit und das Tempo gesteigert. Bleibt der Hund auch in der schnelleren Gangart Trab “cool” und macht keinen Versuch, dem Pferd in die Beine zu springen, kann zum Galopp übergegangen werden und ich kann Ihnen nur wünschen:

“Viel Spaß beim Ausritt in den Sonnenuntergang”
 

Christina Zinn auf Friesenwallach Jauke und in Begleitung ihrer Hunde Eivo (links) und Bax v.d. Chattenburg

Arabella v.d. Chattenburg (links) genoss auch mit 11 Jahren die Reitausflüge, daneben Jaska v.d. Chattenburg und Christina Zinn auf Chattenburg Down Under.

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