Die Gesundheit des Deutschen Schäferhundes liegt im Blickfeld der Züchter sowie des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Alle Zuchttiere werden einem langen Gesundheits-Check sowie etlichen Prüfungen unterzogen, bevor sie in die Zucht genommen und Nachkommen zeugen dürfen.
Fitneß zählt. -
Der Deutsche Schäferhund wird als Gebrauchshund gezüchtet. An erster Stelle zählt daher neben einem festen Gebrauchshundewesen die körperliche Robustheit und Gesundheit.
Der Zucht - Check:
Die Zahnung eines Welpen ist im Alter von zirka 8 Monaten abgeschlossen. Dann hat
der Deutsche Schäferhund sein Milchgebiss verloren und ein Scherengebiss, bestehend aus 42 Zähnen, gebildet.
Aus Ausstellungen wird die Vollständigkeit des Gebisses, sprich die Zähne sowie die Zahnstellung, überprüft.
Ab dem 12. Monat können die Tiere auf Hüftgelenkdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) geröntgt werden, um Gewissheit über die einwandfreie Hüfte sowie der Ellenbogen zu bekommen. Der Hund wird vom Tierarzt auf seine Identität hin
überprüft, in Narkose gelegt und geröntgt. Nur gesunde Tiere erhalten den “A-Stempel”.
Im Alter von 12 Monaten können Deutsche Schäferhunde an Zuchtschauen teilnehmen, um eine Beurteilung, sprich Zuchtbewertung, zu erhalten. Ein Zuchtrichter beurteilt die
Mindestanforderung an Körperbau, Körperharmonie, Wesen und Gangwerk mit dem Prädikat “GUT”, die Höchstbenotung in der Gebrauchshundklasse mit einem “Vorzüglich”.
In der Begleithundprüfung, die ab 15 Monaten abgelegt werden kann, zeigt der Deutsche Schäferhund, ob er gerne und triebbeständig mit Herrchen oder Frauchen arbeitet.
Hierbei werden Gehorsamsübungen wie das bei “Fuß” gehen mit und ohne Leine, das “Sitz” aus der Bewegung sowie das “Platz” aus dem Schritt mit Heranrufen und dem “Platz unter Ablenkung”, überprüft.
Danach geht es in den Alltag, sprich Straßenverkehr. Ladengeschäfte werden besucht, die Begegnung mit anderen Hunden, Joggern und Fahrradfahrern herbeigeführt. -
Alltag eben. Der Deutsche Schäferhund soll sich freundlich und umgänglich zeigen und ohne Scheu oder gar Aggression durch die Menschengruppen gehen. Wer alle Klippen
meistert, bekommt in seine Ahnentafel “geprüfter Begleithund” eingetragen.
Nur wer diese Eignungsprüfung besteht, kann weitermachen: mit der Schutzhundprüfung, Fährtenhundprüfung, der Arbeit als Rettungshund oder sich im
Agility- und Obediencesport betätigen.
Kondition und Lauffreude wird im Alter von 16 Monaten abgefragt. Bei der Ausdauerprüfung a m Fahrrad hat der Hund eine 20 Kilometer lange Strecke in einem vorgegebenen Tempo zu absolvieren. Der Hund soll diese Strecke, freudig und ohne körperliche Belastung bewältigen. Hin und wieder kommt dabei Herrchen aus der Puste; aber der wird zum Glück nicht bewertet.
Die Anforderungen für Zuchttiere sind hoch:
Deutsche Schäferhunde, die in der Zucht eingesetzt werden, müssen über ein
lückenloses Scherengebiss verfügen, bei einer Zuchtschau die Zuchtbewertung mindestens “Gut” erhalten, und eine Ausdauerprüfung (20 KM am Fahrrad), eine Begleithund- sowie eine Schutzhundeprüfung mit Erfolg abgelegt haben.
Doch nicht genug. Bei der Körung nimmt der Körmeister die Hunde nochmals genau unter die Lupe. Da heißt es Zähne zeigen, das Gewicht wiegen und die Widerristhöhe messen, in der Schutzdienstarbeit die Gebrauchseigenschaften abfragen und den
Körperbau peinlich genau beschreiben.
Wenn dann der Gesundheitscheck auf HD- und ED ohne Befund und auch die Identität durch eine Blutentnahme überprüft ist, gibt der Zuchtverband “grünes Licht”. Dann erst
darf der Züchter mit diesem Tier züchten.
Sie sehen, lieber Hundefreund, die Anforderungen, die der Verein für Deutsche Schäferhunde an seine Zuchttiere und auch Züchter stellt, sind hoch gesteckt.
Neben sehr viel Zeit, Arbeit und Ausbildung kosten diese diversen Prüfungen und Gesundheit-Checks dem Züchter jede Menge Geld.
Aber der Deutsche Schäferhund ist ein Qualitätsprodukt “Made in Germany” und soll es
auch in Zukunft bleiben.
Diese viele Arbeit nehmen die Züchter gerne auf sich, um Ihnen einen gesunden, lebensvollen und agilen Deutschen Schäferhund zu züchten.
